|
|
||||
![]() |
||||
|
|
||||
|
Furcht verbindet die Drachen Feuerzopf (Christiane Burkhard)
und Donnerfuß (Ulli Schwethelm) (v. [.). Foto: Schneider
Donnernder Applaus für Donnerfuß
Fauchendes Drachenpaar sorgte für zwei ausverkaufte
Vorstellungen am Ring |
||||
|
|
||||
|
Saarlouis (bs). Donnerfuß und
Feuerzopf hielten die jungen
Theaterbesucher gleich in zwei Vorstellungen in Atem. Es zischte
nicht nur aus dem Vulkan Strom-boli", sondern es krachte heftig in der
Beziehung zwischen dem Drachen Donnerfuß (Lilli Schwethelm) und Feuerzopf
(Christiane Burkhard).
Die Kinder im Theater am Ring
schlugen sich anfangs auf die Seite von Donnerfuß, der es sich in seinem
Vulkan ge-
|
mütlich gemacht hatte und dort
köstliche Vulkanwürste kochte. Doch dann bekamen sie Mitleid mit dem
Wanderdrachen Feuerzopf, der endlich mal ein Zuhause und einen
Gesprächspartner haben wollte. „Laß ihn doch bei dir einziehen", brüllte
ein kleiner Junge. „Wirklich? Soll ich das?", fragt
Donnerfuß.
Als Feuerzopf auch noch ein neues
Ofenrohr besorgte, da war Schluß mit dem turbulenten Gerangel am Fuße
des
|
Vulkans. Die beiden Drachen
beschlossen Freundschaft und künftig alles zu teilen. Und das brachte
ihnen natürlich donnernden Applaus ein.
Zwei ausverkaufte Vorstellungen
sind für das städtische Kulturamt der Beweis, welche Stammkunden das
oberhessische Kindertheater Mimikri bereits in Saarlouis hat Enttäuschte
Gesichter gab es nur bei jenen Kindern, die sich die Vorstellung nicht
ansehen konnten.
|
||
|
|
||||
Hervorragende Vorstellung der
Drachendamen
|
|||
SCHOPFHEIM. Eine wahrlich vulkanische
Drachenvorstellung bot am Dienstag nachmittag der Kulturring dem
jüngsten Publikum. Die Aufführung des Theaters Mimikri
aus Büdingen, „Donnerfuß und Feuerzopf" - eine
Drachengeschichte über Haben und Hergeben - ließ in der Stadthalle
280 fröhliche Kinderstimmen erklingen.
Mit größter Disziplin
nahm das junge Publikum die Plätze ein und wartete geduldig
auf „Donnerfuß und Feuerzopf", ein Theaterstück,
das der Kulturring den Jüngsten im Rahmen des sechsten Theatermonats
anbot. Mit ohrenbetäubendem Jubel begrüßten die
Kinder das Aufgehen des Vorhangs. Fasziniert traten sie ein ins
steinige und höchst beeindruckende Drachenland. Dort nämlich
sind die Vulkane sehr knapp. Dora Donnerfuß, eine Drachendame,
ist deswegen sehr stolz, einen rauchenden Vulkan ganz alleine für
sich zu haben.
Als Wanderdrache Mathilde Feuerzopf
auftaucht und in Doras Vulkan miteinziehen will, beginnt das
Gerangel um Schwefelwürstchen, Schmusedecke, Drachensteine
und den Vulkan. Die beiden Drachendamen, Christiane Burkard und
Lilli Schwethelm, führten ihre jungen Zuschauer behutsam an
der Hand. Sie legten den zahlreichen Kindern in phantasievollen
und leichten Bildern nahe, wie schwierig es ist, etwas zu besitzen,
|
ohne die Bereitschaft zu verlieren,
mit anderen zu teilen.
„Eine tolle Vorstellung",
freute sich Regisseurin Margret Fehrer. „Es war uns sehr
wichtig, die Kinder in das Stück mit einzubeziehen und ihnen
die Möglichkeit zu geben, spontan Partei zu ergreifen." Und
das tat das junge Publikum äußerst herzhaft und mit
der Ehrlichkeit und dem Gerechtigkeitssinn, der nur Kindern
eigen ist. Auf ganz besondere Art, liebenswert und behutsam, behandelten
Dora und Mathilde die pädagogisch wertvolle Thematik, das
Teilen.
Mit engagierten Zurufen, wie: „Jetzt
gib ihr doch was ab von der Wurst" und „das ist gemein", äußerten
die Jüngsten sowohl ihre Abneigung als auch ihre Zustimmung
zu den Vorgängen auf der Bühne. Laut gaben sie ihr Urteil
ab, belohnten das Gute mit Beifall, während sie über
Bösartigkeiten entrüstet schimpften und so die hervorragende
Vorstellung der Drachendamen vervollständigten.
Nachdem die Drachendamen und
ihr Publikum den Frieden und die Freundschaft im Drachenland sichergestellt
hatten, nahmen zahlreiche junge Zuschauer noch persönlich
Abschied von Dora und Mathilde. Zur Erinnerung bleibt eine gemeinsam
durchlebte Drachengeschichte mit ganz besonderem Flair.
|
||
![]() |
|||
„Das ist mein Vulkan", streiten
sich die Drachendamen Dora und Mathilde. Das Theater „Mimikri" gab
in Schopfheim eine beeindruckende Aufführung, die zum Thema
das Teilen hat. Foto:
Azra Kujundzic
|
|||
![]() |
||||
Clinch mit Schirm und Topf: Donnerfuß (Christiane
Burkhard, rechts) und Feuerzopf (Lilli Schwethelm). Foto:
Streitzig
Action und viel Spaß für Kinder: „Donnerfuß und
Feuerzopf"
Drachenglück
im Strombomboli
|
||||
GIFHORN (al) „Größer,
größer, größer!" Ganz schön knickrig,
diese Do-ra Donnerfuß - nur ein winziges Stückchen
von ihrer Vulkanwurst wollte sie Mathilde Feuerzopf abgeben
- dabei war die doch müde und hatte Blasen am Fuß.
Das konnten die Kinder im Gifhorner Kulturzentrum nicht
durchgehen lassen!
Mit viel Action und noch mehr
Spaß war das Theater Mimikri gestern zweimal zu sehen,
heute hebt sich noch einmal um 9 Uhr der Vorhang für die streitbaren Drachendamen, die - ob sie
wollen oder nicht - zur WG werden müssen, damit der Vulkan
Strombomboli wieder kräftig raucht.
Eine runde Stunde Spielzeit, eine
einfache, aber ganz funktionale Kulisse, zwei dicke Drachenbäuche
- und der Spaß war perfekt: Christiane Burk-
|
hard erspielte
sich als Dora gleich kräftige Lacher, stieg behäbig
mit ihrem Putzlappen
aus dem Krater, präsentierte
sich in prallster Drachenkörperlichkeit und war sogar zu erstaunlichen
akrobatischen Kunststückchen in
der Lage. Mehr Köpfchen und Raffinesse waren die Sache von Lilli Schwethelm,
die sich als Wanderdrache
Mathilde mit Augenaufschlag und Dreistigkeit schließlich
Kuscheldecke und Rauchbad eroberte - und Dora klarstellte:
Wenn die Vulkane knapp werden im Drachenland, dann müssen zwei
Mädchen eben zusammenrücken. Drachenglück im gemeinsamen
Krater kann ja auch ganz gemütlich sein.
Clownesk und immer wieder herrlich
komisch umschlichen sich die beiden zwischen Vulkan und Felsbrocken,
gingen wie zwei Sumo-Ringer zum Nahkampf über und bissen der
|
Rivalin
kräftig in den Drachenschwanz.
Aber erst eine kräftige Explosion brächet die streitbaren Maiden mit
den witzigen Punkfrisuren zur Besinnung:
Mathilde hat das richtige Ersatzteil für das verbogene Ofenrohr und
Dora lässt sie großzügig als Untermieterin
einziehen.
Ein Stück rund ums Teilen
also -aber diese pädagogische Botschaft hatten die Mädchen
und Jungen im Saal längst begriffen, hatten immer den passenden
Ratschlag für die heimatlose Mathilde und echte Rüffel
für die besitzerstolze Dora übrig. Für ihr „Das
sind mein Vulkan, meine Würstchen und meine Kuscheldecke. Alles meins" gab
es schließlich nur den lauten Kommentar: „Stimmt
ja gar nicht!"
Für soviel Drachenfrauenpower
gab es zum Schlusslied vom wunderschönen Drachenleben
ganz viel Applaus.
|
||