Ernst–Ludwig Chambre-Stiftung
zu Lich
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| „Genagelt ist meine
Zunge an
eine Sprache, die mich erflucht“ |
Lilli Schwethelm liest Lyrik und Prosa aus dem Werk von Hilda Stern Cohen |
Hilda Stern Cohen, geboren 1924 im oberhessischen Nieder-Ohmen, war gerade erst 21 Jahre alt, als sie den Holocaust überlebt hatte. Im Camp for Displaced Persons in Österreich musste sie
auf ihre Auswanderung in die USA warten.
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In dieser Zeit entstanden die meisten ihrer bemerkenswerten Erinnerungsausschnitte und Gedichte. Mit erschütternden und atemberaubenden Metaphern spiegeln ihre Gedichte den erlebten Schrecken wieder. Ihre Muttersprache,
mit der Hilda schon als sehr junge Frau so virtuos umging, Diesen Widerspruch schmerzhaft empfindend, schafft
sie in kurzer Zeit
ein faszinierendes poetisches Werk. |
Hilda Stern Cohen ist durch ihren literarischen Nachlass eine wichtige Zeitzeugin. Doch sie ist noch viel mehr.
Zwischen Lyrik und Prosa, die Tod und Gewalt wiederspiegeln, finden
wir immer wieder poetische Zeilen einer liebevollen, manchmal sogar
lächelnden Hinwendung zum Leben. Durch die Veröffentlichung
ihrer Gedichte wurde uns eine wunderbare
deutschsprachige Dichterin geschenkt. |
Hilda Stern Cohen starb 1997.
Erst nach ihrem Tod fand Werner Cohen, ihr Mann, mit dem sie über 50 Jahre verheiratet war, die Schulhefte, in denen sie ihre Texte niedergeschrieben hatte. Im Vorwort des nun erschienenen Buches sagt er: |
“Die Texte,
Lyrik wie auch Prosastücke, hatten allesamt gemeinsam, dass sie
nicht zuerst die menschliche Vernunft, sondern das Menschliche im Herzen
ansprachen........Dieses Buch bringt eine Dichterin zu Gehör,
deren Worte trotz aller erlittener Pein lebensbejahend und erbauend
wirken. Mögen ihre Leser Hoffnung für sich und Versöhnung
für die Menschen darin finden.“ |
Die Schauspielerin
Lilli Schwethelm lädt die Zuhörer/innen ein zu einer Reise
durch das Werk von Hilda Stern Cohen. In ihren Zeilen verstecken und
offenbaren sich größter Schmerz,
feine Ironie, tiefes Mitgefühl, leiser Sarkasmus und eine bewegende Freude über die Schönheit der Natur. |
Musikalisch begleitet wird die Lesung durch Gitarrenmusik von und mit Georg Crostewitz |
Termine:
| 26.01 2012 | Dillenburg | Wilhelm-von-Oranien-Gymnasium | 19:00 Uhr |
Hörbuch der Lesung
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Hier können Sie Beispiele von der CD im WMA Format anhören:
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